Gladbach gibt alles für den Abstieg


Bundesliga: Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart 2 : 3 (2 : 0)
 
MÖNCHENGLADBACH In typischer Heimspiel Manier verschenkte der Tabellenletzte der Bundesliga Borussia Mönchengladbach drei eminent wichtige Punkte im Abstiegskampf. Statt die Rote Laterne an den Spielgegner VfB Stuttgart weiterzureichen, zementierte die Mannschaft von Michael Frontzeck die Rolle als schwächste Mannschaft der Liga.
 
Dabei hatte alles so gut begonnen. Nach nervösem Beginn beider Teams fand Borussia schneller den Faden, beherrschte Spiel und Gegner und führte durch Tore von Dante (29., Kopfball nach Reus-Ecke) und de Camargo (32., auf Vorarbeit von Reus) zur Halbzeit verdient. Doch bereits in Halbzeit eins - nach der 2 : 0-Führung - deutete sich das Unheil für die Heimmannschaft an. Borussia schaltete zurück und erlaubte den darniederliegenden Stuttgarten, sich wieder ins Spiel zu bringen.
 
Nach der Halbzeit und zwei Auswechslungen von Stuttgarts Coach Bruno Labbadia wendete sich das Blatt vollends. Pogrebnyak (51.) und Harnik (56.) nutzten die jetzt lässige und passive Spielweise von Frontzecks Truppe und egalisierten die komfortable Pausenführung, indem sie die Unaufmerksamkeiten und Stümpereien der Gladbacher Defensive kaltschnäuzig in Tore ummünzten.
 
An Heimspieltagen grüßt das Murmeltier
Der finale Tiefschlag kam, wie sich das in dieser Saison an Borussia Heimspieltagen gehört, kurz vor Schluss. Diesmal in Form eines zu Unrecht aberkannten Treffers von Idrissou (75.) durch Schiedsrichter Kinhöfer und eines strittigen Elfmeterpfiffs, der auch noch die Ampelkarte für Dante nach sich zog (87.). Vorausgegangen war ein unerklärlicher Grottenpass von Tobias Levels, den Dante per Grätsche ausbügeln wollte. Nachdem Stuttgarts Gebhart den Elfer sicher zum 2 : 3 verwandelt hatte, konnte Borussia nicht mehr antworten. Auch wenn Cheftrainer Michael Frontzeck noch Arango (89.) einwechselte. Besser wäre sicher gewesen, wenn Frontzeck nach der Halbzeitpause gehandelt hätte, als Labbadia das System der Stuttgarter änderte und Borussia hilflos dem tragischen Ende entgegen taumelte.
 
Der stereotype Verlauf von Frontzecks Heimstrategien lässt es nun als sicher erscheinen, dass Borussia den bitteren Weg in die zweite Liga wird antreten müssen. Drei mickrige Punkte sammelten Frontzecks vom Heimkomplex ergriffene Truppe bislang. Soviel Auswärtsdusel kann man nicht haben, um derartig einfalls- und folglich punktlose Heimauftritte zu kompensieren.

- Peter Wagner

Kommentare

Sehr geehrter Herr Wagner,

ihr Bericht ist herrlich komisch sowie erfrischend. Erfrischend falsch. Allein der Titel "Gladbach tut alles für den Abstieg" impliziert eine etwaige Absicht beim Erleiden der besagten Niederlagen - eine Absicht, die es in dieser Form nicht gibt.

Ferner merken Sie an, dass Frontzeck besser zur Pause reagiert hätte, und kreiden ihm die 2:3-Niederlage an. Anstatt die Spieler in die Pflicht zu nehmen, springen sie brav auf den Zug der Medien auf, der den Kopf des Trainers fordert.

Wie soll ein Herr Frontzeck reagieren, wenn dem VfB drei Minuten reichen, um das Spiel zu drehen. Wäre die vom Trainer ausgegebene Marschrichtung in der Tat so dilettantisch gewesen, wieso war der VfL drauf und dran das Spiel noch zu gewinnen?

Sie sprechen einen stereotypischen Verlauf von Herrn Frontzecks Heimstrategien an, belegen eine derartige Worthülse jedoch nicht mit Werten. Wo liegt das Stereotypische? Ist es nicht viel eher so, dass personelle Änderungen ergriffen wurden? Wo sind die ehemaligen Spieler der Startaufstellung? Wo sind Arango oder Marx. Das typische ist wohl eher die Bildzeitungsmanier, welche hier an den Tag gelegt wird ...

Sie setzten dem ganzen Bericht noch die Krone auf, indem Sie bereits am jetzigen Zeitpunkt, 13 Spieltage vor Saisonende, die Flinte ins Korn werfen und von einem sicheren Abstieg reden. Als wäre all dies noch nicht genug, deuten Sie mit der Phrase " Soviel Auswärtsdusel kann man nicht haben, um derartig einfalls- und folglich punktlose Heimauftritte zu kompensieren" an, die Borussia hätte die Auswärtspunkte mit Glück erschlichen.

Was meine Person angeht, ich würde das Wort "soviel" eher auseinanderschreiben, aber da die Borussia nun eh bereits ein sicherer Zweitligist ist, spielt dies sicherlich keine Rolle mehr.

Im Nachhinein lässt sich bekanntlich am besten lästern, da man nachher im schlauer ist - besonders, wenn man für seine Thesen nicht den Kopf hinhalten muss.

Hochachtungsvoll

Büchse

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